|
Dingolfing. Die demografische
Entwicklung wird zunehmend Auswirkungen
auf den Wohnungsmarkt
haben. Die Baugenossenschaft ist
auf die sich abzeichnende Veränderung
der Nachfrage gut vorbereitet.
Dies machte deren Geschäftsführer
Rudolf Schwarz bei der Generalversammlung
am Donnerstag im Gasthaus
Bubenhofer deutlich.
Schwarz vermittelte den Geschäftsbericht
für das Jahr 2007 im
Anschluss an ein Totengedenken.
Vorausgegangen war ein gemeinsames
Mahl, zu dem die Baugenossenschaft
ihre Mitglieder eingeladen
hatte. Den Mitgliederstand zum
Jahresende 2007 bezifferte Schwarz
auf 952. In deren Händen lägen fast
73 000 Anteile. Der erzielte Gesamtumsatz
von gut fünf Millionen Euro
sei im Vorjahresvergleich um fünf
Prozent gestiegen.
Schwarz nannte folgenden Bestand
der Baugenossenschaft: 110
Miethäuser mit 886 Wohnungen, 258
Garagen, sieben Tiefgaragen mit
insgesamt 329 Stellplätzen, eine
Halbtiefgarage mit 34 und ein Parkdeck
mit 13 Stellplätzen, vier Läden,
zwei Praxen, drei Büros und eine
Werkstatt.
Als entscheidend für die dauerhafte
Vermietbarkeit bezeichnete
der Geschäftsführer neben einer
entsprechenden Ausstattung der
Wohnung die Anpassung an die zukünftigen
Wohnbedürfnisse. Ein
wesentliches Vermietungskriterium
werde dabei der schwellenlose Zugang
zu den Wohnungen sein, nicht
nur vor dem Hintergrund der demografischen
Entwicklung. Deshalb
sei im vergangenen Jahr das Wohngebäude
Bräuhausgasse 42 mit einer
Aufzugsanlage ausgestattet worden.
In diesem Jahr sei der Einbau eines
Aufzugs in das Haus 46 vorgesehen,
im nächsten Jahr solle dann das
Haus 44 folgen. Auch das Thema
Energieeffizienz werde zukünftig
eine immer stärke Rolle bei der Vermietung
von Wohnungen darstellen.
Maßnahmen zur Wärmedämmung,
der zusätzliche Einsatz von Sonnenkollektoren
und der Einbau von
Kraft-Wärmekopplungsanlagen, all
diese Maßnahmen unterstützten
nachhaltig das Ziel der Energieeinsparung.
Die Heizungsanlage des
Wohnblocks Reichenberger Straße
46 - 50 sei im vergangenen Jahr
erneuert worden und werde seit
September mit Holzpellets betrieben.
Zug um Zug sollen nun alte
Heizungsanlagen durch neue ersetzt
werden. Dafür müssten in den
nächsten Jahren 650 000 Euro Investitionskosten
aufgebracht werden.
Geschäftsführer Schwarz bezeichnete
die Wohnungsmarktlage
in Dingolfing als entspannt. Es würden
sehr viele Wohnungen angeboten,
man könne schon fast von einem
Überangebot sprechen. Die meisten
davon seien dem freifinanzierten
Wohnungsmarkt mit entsprechend
hohen Mieten zuzurechnen. Der
auch bei uns in den letzten Jahren
steigende Anteil alter Menschen
präge den Markt immer mehr und
werde ihn auch zukünftig verändern.
Ob das heute bestehende Angebot
in Dingolfing dieser veränderten
Nachfrage gerecht werden kann,
werde die Zukunft zeigen. Die Genossenschaft
sei gut darauf vorbereitet.
Die Versammlung entlastete
Vorstand und Aufsichtsrat je einstimmig.
Turnusgemäß schieden
Karl Hirmer und Annemarie Winklhofer
aus dem Vorstand aus. Hirmer
wurde einstimmig wiedergewählt,
Frau Winklhofer konnte aus Altersgründen
nicht mehr kandidieren.
Geschäftsführer Schwarz verabschiedete
sie mit ehrenden Worten.
Frau Winklhofer sei 1987 in den
Vorstand gewählt worden, in diesem
Gremium sei sie ununterbrochen 21
Jahre ehrenamtlich tätig gewesen.
Sie habe an 253 Vorstandssitzungen
teilgenommen. Die Bilanzsumme
habe sich in diesem Zeitraum von 14
Millionen Euro auf 56 Millionen
Euro erhöht. Den Vorschlag, Geschäftsleitenden
Beamten Hans
Schmid zum Nachfolger zu wählen
nahm die Versammlung einstimmig
an. Aus dem Aufsichtsrat schied turnusgemäß
Manfred Gleixner aus, er
wurde einstimmig wiedergewählt.
Für 40-jährige Mitgliedschaft
ehrte Schwarz Alois Labermeyer
mit Nadel und Urkunde, für 30-jährige
Mitgliedschaft Edeltraud Gregor
und Dieter Weigand.
Eingangs hatte der Vorsitzende
des Aufsichtsrats Bürgermeister Josef
Pellkofer auch Altbürgermeister
Erwin Rennschmid, Stadträte sowie
die Vertreter von Sparkasse und
Volksbank begrüßt.
Winfried Walter
|